28.12.2015

Hunde vegan füttern, aber richtig

Antibiotika, Cäsium, Dioxin und PCB im Fleisch, Quecksilber und Schwermetalle im Fisch.     Die WHO stuft verarbeitetes Fleisch als Krebs erregend ein.     Milchprodukte und Käse fördern entzündliche Prozesse, Arthrosen, Magen-Darmstörungen und Osteoporose.     Die Verfütterung von tierischen Produkten an Hunde ist nicht wirklich sinnvoll und notwendig.


nach 2 Wochen veganer Fütterung und Gelenkfit-Plus läuft Mailo wieder beschwerdefrei!

 

Kann ein Hund vegan gefüttert werden und ist das nach dem Tierschutzgesetz als artgerecht anzusehen?

 

Aus rein tiermedizinischer Sicht macht es keinen Unterschied, aus welcher Quelle die einzelnen Nahrungsbausteine stammen. Entscheidend ist, dass der Hund alle Futterkomponenten für seine artspezifischen Bedürfnisse erhält. Dabei  ist es ohne Belang, ob diese aus tierischen oder pflanzlichen Bestandteilen bestehen.

Kritiker bezeichnen die vegane Hundeernährung als nicht artgerecht. Vereinzelt ist es auch schon zu Strafanzeigen gegen vegane Hundehalter gekommen. Juristischen Bestand haben diese nicht. Wer seinen Hund bedarfsdeckend ernährt, hat nichts zu befürchten. Von einem Tierhalter kann erwartet werden, dass er die Bedürfnisse seiner Pfleglinge kennt und diesen nachkommt.

 

Die gesundheitlichen Vorteile der veganen Ernährung beim Menschen sind mittlerweile gut erforscht und wissenschaftlich bewiesen.

Die Ergebnisse lassen sich aber nicht einfach auf den Hund übertragen. Es gibt etliche industrielle Hersteller für vegetarisches und veganes Hundefutter auf dem Markt.

 

Wie die tierischen Bestandteile ersetzt wurden, lässt sich meist nicht feststellen. Im Krankheitsfall macht daher nur die eigene Herstellung der Futterration Sinn. So lassen sich die einzelnen veganen Futterkomponenten der jeweiligen Erkrankung anpassen.

 

In der Praxis gibt es immer wieder Probleme durch Kalziummangel. Im Blutbild lässt sich dies nicht rechtzeitig erkennen. L-Carnitin und Taurin fallen im Aminosäuren-Stoffwechsel an. Ob das ausreicht, ist bei der veganen Fütterung fraglich.

Wer seine Futterrationen selbst zusammenstellt, kann sicherheitshalber auf pflanzliche Futterergänzungsmittel, wie z.B. Veggi-Dog von Topfutter.de zurückgreifen.

www.topfutter.de/Hundeshop/Nahrungsergaenzung/BelVita-Veggi-Dog-200g-9-98-100g::287.html

 

Einige Tierärzte warnen aus Unkenntnis vor selbst zubereiteten Futterrationen. Bedarfsgerecht sei nur das fertige Industriefutter.

 

Der Mensch bereitet seit 20.000 Jahren das Futter für den Hund. Erst als die Futterindustrie damit begann, Schlachtmüll als Hundefutter zu vermarkten, fingen viele gesundheitliche Probleme und Zivilisationskrankheiten bei Hunden erst an.

-colin campbell-china study

Im Krankheitsfall zuerst die Nahrungsgifte ausschalten

Noch immer ist die vegane Hundefütterung ein Reizthema.

Der gesundheitliche Nutzen einer fleischlosen Fütterung ist bisher nur durch Kleinstudien belegt. Aber die Ergebnisse sind eindeutig.

Diese wichtigen medizinischen Parameter haben sich mit einer ausgewogenen veganen Fütterung gebessert:

  • Allgemeinzustand durch weglassen der FuttergifteNormalisierung des   Körpergewichts und damit vorbeugend die Risiken für Herz- Kreislauf Krankheiten
  • Beweglichkeit und Schmerzen der Gelenke
  • Immunsystem und Verdauung
  • Hautkrankheiten und Lahmheiten aufgrund erhöhter Harnsäurewerte

 

Die Tierambulanz-Nordbayern setzt seit Jahren eine Futterumstellung ohne tierische Bestandteile ein, bei Erkrankungen des Magen-Darm Trakts, Tumorerkrankungen und schlechtem Allgemeinzustand ungesicherter Genese.

 

Die tägliche, tiermedizinische Praxis berücksichtigt die Zufuhr ungeeigneter Fütterung mit Schlachtmüll kaum. Die wenigsten Tierärzte sind während des Studiums hinreichend mit der Diätetik für Hunde und Katzen ausgebildet worden. Weitgehend stammen die Lehren der Fütterung aus den Vorträgen der Futterindustrie. So ist es nicht verwunderlich, dass viele Tierarztpraxen eher Futtermittelhandlungen gleichen. Daher ist das Interesse an selbst zubereiteten veganen Futterrationen dort  eher verhalten.

 

Der Versuch mit veganem Hundefutter ist sinnvoll wenn:

·         Hunde ständig lahmen, kränkeln, Bewegungsunlust zeigen, rheumatische Störungen und  Nachhandschwächen vor allem am frühen Morgen haben.

 

·         Hautschuppungen,  Juckreiz, Hautrötung, häufige Hot-Spot´s auftreten, ohne das eine eindeutige Diagnose gestellt werden kann.

 

·         Morgendliches Erbrechen, Verdauungsstörungen auftreten, oder sie häufig an Verstopfung oder Durchfall leiden.

·         Bisher nur handelsübliches Fertigfutter gereicht wurde.

 

Die Therapie beinhaltet zwei Komponenten:

  • ·         Die medizinische Behandlung und Untersuchung
  • ·         Die vegane Fütterung und Haltungsverbesserung bei Bedarf

Die Behandlung setzt immer erst nach der Diagnosestellung ein. Der kranke Hund soll zunächst von überflüssigem tierischen Rohprotein, Futtergiften und Harnsäure befreit werden. Ohnehin leiden die meisten Hunde an Überfütterung mit minderwertigem tierischen Eiweiß.

 

Das vegane Futter setzt sich aus Kartoffeln, Gemüse, Reis und reifem Obst zusammen. Nach einer Woche kann die Rationszusammenstellung auch durch Tofu ergänzt werden.

 

Zusätze und Futterergänzungen können sein: Belvita Phyto-Humin und Veggi-Dog  

Bei schweren Bewegungsstörungen auch Belvita Gelenkfit-Plus 

 

 

Vegane Futterkomponenten für Hunde

Grundsätzlich kann der Hund die gleichen veganen Futterbestandteile verwerten, wie der Mensch. Gemüse ist besser verdaulich, wenn es gekocht, gedünstet und geraffelt oder püriert ist.

 

Zur Futterumstellung und Entgiftung hat sich dieses Grundrezept bewährt. Die Menge reicht einen Tag für einen mittelgroßen Hund. Nach Bedarf anpassen.

 

Veganer Kartoffelbrei nach von Asnidhi:

600 g Kartoffeln, sauber ungeschält

200 g Möhren

100 g Sellerie

200 g Zucchini

½ Teel. Bio Brühe Gemüse

1 EL Veggi-Dog von Belvita

Alles kleinschneiden oder raffeln, gar dünsten. In die kalte Masse 1 EL Veggi-Dog einrühren.

Wahlweise kann noch vegane Sojasahne dazugegeben werden.

veganer Kartoffelpürree nach von Asnidhi

 

 

Text: Konrad von Asnidhi

Bilder: Hundenothilfe Pro Canis e.V.

 

 

mehr zum Thema:

 

 

 




Startseite  |  Kontakt  |  Impressum  |  Datenschutz  |  
Über THP-Hund
THP ist die offizielle Abkürzung für Tierheilpraktiker
THP-Hund ist eine Informationsseite mit den Themenschwerpunkten:
  • Tiermedizin und alternative Heilmethoden
  • Tierschutz und Tierrechte
  • Hundehaltung und Pflege
  • vegetarische und vegane Lebensweise für Mensch und Hund
  • Sozialer Tierschutz und Projekte dazu
ständige Autoren sind:
Tierheilpraktiker Piet van Löwens und Fachjournalist für Tiermedizin Leo Fronberg