02.01.2016

Veganes Leben

In den westlichen Industrienationen steht die Gesundheitsversorgung kurz vor dem Kollaps. Trotz immer weiter entwickelten Operationsmethoden und Medikamenten sind die Zivilisationskrankheiten weiter auf dem Vormarsch. Allen voran Herz-und Kreislauferkrankungen, Adipositas, Krebs, Diabetes, Allergien, rheumatische Erkrankungen.


Kalb im Iglu, noch am Tag der Geburt von der Mutterkuh getrennt,Lebenszeit ca.6 Monate

kommerzieller Fischfang auf einem Fabrikschiff (Foto:Klaus Ottes)

Obst und Gemüse für die vegane Hundefütterung

Meist sind diese Erkrankungen schulmedizinisch nicht heilbar.

Dabei ist es erstaunlich einfach, den Verlauf dieser Erkrankungen zu verlangsamen und günstig zu beeinflussen.

Die vegane Lebensweise

Der Verzicht auf Fleisch, Wurst und tierische Erzeugnisse, am besten auf alle tierischen Eiweiße bringt schon nach kurzer Zeit spür-und sichtbare Ergebnisse.

Das Blutbild verbessert sich, das Körpergewicht wird normalisiert.

Üblicherweise fangen die meisten mit der Ernährungsumstellung als Vegetarier an. Mit der weiteren Beschäftigung über gesunde Ernährung und auch aus ethischen und moralischen Gründen finden dann viele zum Veganismus.

Es wäre wünschenswert, wenn sich mehr Hausärzte mit der veganen Lebensweise auseinandersetzten. Zusammen mit mehr Bewegung oder Sport können viele chronische Erkrankungen abgewendet oder der Verlauf verbessert werden.

 

Die Milch machts nicht!

Milch, Käse, Joghurt begünstigen eine Reihe von kardiovaskulären Erkrankungen. Durch das Zuführen von großen Mengen an Cholesterin, Fett und Milchzucker wird die Gefahr einer Herz-oder Kreislauferkrankung stark erhöht.

Beim Menschen steht der Verzehr von Milchprodukten im Zusammenhang mit Übergewicht. Daraus entwickeln sich dann leicht die Folgekrankheiten Diabetes und Herzkrankheiten.

Entgegen der landläufigen Meinung schützt Milch nicht vor Osteoporose. Die meisten Mineralwässer haben einen drei-bis fünffachen Gehalt an Kalzium gegenüber Milch.

Entscheidend ist die richtige Kombination der Mikronährstoffe. Bewegung im Freien sorgt für Vitamin D Bildung durch Sonnenlicht und den richtigen Einbau von Kalzium in das Knochensystem.

Konkrete Zusammenhänge zwischen Milchverzehr und bestimmten Erkrankungen sind durch Studien gesichert. Es besteht z.B. ein um 35% höheres Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken für männliche Milchverbraucher. Eierstock, Brusttumore und Hodenkrebs sind in der Häufigkeit der Erkrankung abhängig vom Milch und Milchproduktekonsum.

Kühe produzieren nicht von selber Milch. Wie alle Säugetiere, einschließlich des Menschen, stellen sie diese nur für ihren Nachwuchs her.

Damit die Kühe durchgehend Höchstmengen an Milch produzieren, werden sie zwangsgeschwängert. Milchkühe kennen nur den Zustand schwanger oder säugend. Wobei das Säugen von der Melkmaschine übernommen wird. Das Kalb wird der Kuh schon kurz nach der Geburt weggenommen und wächst allein, abseits der Herde im so genannten Kälberiglu auf. Bullenkälber werden nach 6 Monaten geschlachtet, weibliche Kälber werden zu Milchkühen aufgezogen.

Selbst Bio-Kühe durchlaufen den gleichen Zyklus.
Überzüchtet, permanente Schwangerschaft, ständige Euterentzündung durch zu hohe Milchleistung. Auch ihnen werden die Kälber weggenommen und sterben einen zu frühen Tod in der Fleischproduktion.

Die anderen werden nach dem auszehrenden Leben in der Milchproduktion im Alter von 5-6 Jahren geschlachtet.

Die Lüge vom gesunden Fisch

Zwei Jahre nach dem Erdbeben in Japan und dem Supergau in Fukushima tritt immer noch radioaktiv verstrahltes Kühlwasser aus den zerstörten Reaktoren aus und gelangt ins Meerwasser.

Mittlerweile hat sich das verstrahlte Wasser und Cäsium 137-Partikel fast über den gesamten Pazifikraum verteilt. Aus den fischreichen Fanggebieten Nordwest-Pazifik und Nordost-Pazifik kommen auch Fische wie Alaska-Seelachs, Kabeljau, Scholle und Wildlachs nach Deutschland. Erhebliche Mengen davon als Fischstäbchen und Schlemmerfilet. Raubfische können als Belastet angesehen werden, weil sich radioaktive Stoffe über die Nahrungskette anreichern.

Plastikmüll und Quecksilber

Eine weitere Schadstoffquelle sind Partikel aus Plastikmüll. Millionen Tonnen Kunststoff treiben im Meer und werden durch Sonne, Wind und Strömung zu kleinen Partikeln zerrieben. Planktonfresser halten das für Nahrung und verhungern bei vollem Magen.

Durch die Nahrungskette reichern sich hormonell wirksame Stoffe wie Bisphenol A in Raubfischen wie Wildlachs, Alaska Seelachs an.

Bisphenol A hat schon in der Beschichtung von Konservendosen für Aufregung gesorgt. Bis jetzt steht es in Verdacht, die Entwicklung des Gehirns zu schädigen und Brustkrebs und Unfruchtbarkeit zu begünstigen.

Das Ende der Nahrungskette

Neben der Dioxinbelastung sorgt die Anreicherung auf toxische Werte mit hochgiftigem Quecksilber für gute Gründe, auf Fischverzehr ganz zu verzichten. Wer Fisch wegen den Omega 3 Fettsäuren verzehrt, kann seinen Bedarf auch über pflanzliche Öle aus Lein, Walnüssen oder Raps decken.

Schon eine Dose Thunfisch pro Woche reicht aus, den Höchstwert an Quecksilber zu überschreiten. Hirnschäden, Gedächtnisverlust oder Schäden am Fötus sind die möglichen gesundheitlichen Folgen.

Besonders belastet sind die großen Raubfische wie Thun-und Schwertfisch. Die Grenzwerte bei diesen Fischarten werden fast immer Überschritten. Für Kinder kann der Verzehr schon Folgenreich sein. Entwicklungsstörungen, gestörtes Hör-und Sehvermögen, eingeschränkte Gehirnentwicklung stehen eng im Zusammenhang mit Quecksilberbelastungen.

 

Vegan: ist das überhaupt gesund?

Diese Frage wird mir am Häufigsten gestellt von Kollegen, Freunden und selbst Ärzten. Das Vorurteil des blassen Müsli-Man im selbstgestrickten Norwegerpulli haftet noch zu sehr in den Köpfen der Leute.

Um die Frage zu beantworten: ja, es ist gesünder, als die Ernährung mit der klassischen Mischkost.

Und ich vermisse nichts. Im Gegenteil, vegane Ernährung ist befreiend. Kochen oder Essenszubereitung und Einkaufen brauchen weniger Zeit und Energie.

Fleischersatzprodukte oder Veggiburger-und Würste brauche ich nicht. Dafür gibt es, wann immer es möglich ist, Salat und Gemüse mit frischen Kräutern aus dem Garten. Dazu Kartoffeln oder Bio-Brot. Mehr braucht es nicht sein. Vegane Ernährung benötigt am Anfang etwas Zeit, bis es rund läuft. Die meisten lassen sich verunsichern mit sinnlosen Bedenken über Eiweiß, Vitamin B12 und Eisenunterversorgung.

Keiner sollte sich von diesem Geschwätz abhalten lassen, Veganer zu werden. Gut geplante vegane Kost bietet alle Nährstoffe und Vitamine im Überfluss.

Übergewicht, zu hohe Blutfettwerte, Diabetesrisiko, Arteriosklerose und andere Zivilisationskrankheiten bessern sich oder verschwinden von selbst.

 

 

 

Text: Leo Fronberg

Fotos:Hundenothilfe Pro Canis, und Klaus Ottes

 

 

 




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