20.03.2014

Arthrose beim Junghund

Früherkennung und Heilung. Schulmedizinisch gilt die Arthrose und Hüftgelenkdysplasie beim Hund als unheilbar. Meist umfasst die Behandlung lediglich eine Schmerztherapie.


gesunde Junghündin


Im Frühstadium ist diese Behandlung nicht genug. Wer jetzt umfassend eingreift, kann schlimme Folgeerkrankungen und Verschlechterung der Bewegung verhindern:

was ist zu tun?

Je nach Stadium ist der Krankheitsverkauf beeinflussbar. Erfahrungsberichte von Hundehaltern zeigen, dass Veränderungen in Fütterung und Haltung sowohl kostengünstig, als auch Erfolg versprechend bei der Frühbehandlung der Arthrose sind.

Ganz ohne Operationen oder belastende Medikamente können viele Hunde allein durch die Verbesserung der Fütterung Beschwerdefrei gehalten werden.

Die Ernährung hat den größten Einfluss auf das Wohlbefinden und die Krankheitsprävention der Hunde. Wer weiß, wie er seinen Hund richtig ernährt, kann ihm viel Leid und Schmerz ersparen.

Viele Gelenkerkrankungen entstehen bei richtiger Fütterung erst gar nicht. Leidet der Hund an Vitalstoffmangel, besteht der Hauptanteil des Futters aus Getreide und deren Abfallprodukten, oder besteht das tägliche Hundefutter aus Dosen-und Trockenfutter aus dem Supermarkt, lassen sich Krankheiten und Mangelerscheinungen nicht mehr abwenden.

Ein so geschwächter Organismus ist der ideale Nährboden für Gelenkerkrankungen und Skeletterkrankungen.

Für Arthrose-und Gelenkerkrankungen beim Junghund gilt:

Je früher die Behandlung einsetzt, umso besser sind die Prognose und der Krankheitsverlauf. Jeder Hundehalter sollte sein Tier auf beginnende Gelenk-und Knochenerkrankungen hin beobachten.

 

Erste Symptome sind:

Morgendliches steif wirkendes Aufstehen

geschwollene Gelenke

Gelenke fühlen sich wärmer an, als andere

Liegeplatz wird häufig gewechselt, der Hund liegt lieber auf kaltem Boden, besonders bei akuter Arthritis

Gelenke werden durch Fehlstellungen entlastet

Treppensteigen macht sichtlich Schwierigkeiten

Der Hund ist am betroffenen Gelenk Berührungsempfindlich, ermüdet beim Rausgehen rasch

Nachts wird die Schlafstelle oft gewechselt, der Hund fühlt sich sichtlich unwohl

Kaltes Wetter verschlimmert die Symptome

Wenn das betroffene Gelenk stark schmerzt, beißt sich der Hund an dieser Stelle

 


 

Die Wahl der richtigen Futtermittel

Für den Eigengebrauch kaufen die meisten Menschen ihre Lebensmittel im Discounter oder Supermarkt. Wie eine gesunde Ernährung funktioniert, wissen die Wenigsten. Der Großteil der angebotenen Lebensmittel ist vorverarbeitet und passt nicht zu einer ausgewogenen und gesunden Ernährung.

Konserven, hochgradig verarbeitete Produkte oder fertige Frostprodukte mit einer langen Liste von chemischen Lebensmittelzusatzstoffen tragen nicht zu einer ausgewogenen Vollwerternährung bei.

Genau so ist es mit dem Hundefutter aus dem Supermarkt oder Discounter. Fertig Nass-und Trockenfutter für Hunde besteht meist aus Abfallprodukten der Lebensmittelindustrie.

Diese Art der industriellen Abfallverwertung schadet der Gesundheit von Hunden und auch Katzen enorm. Diese Haustiere sind von den gleichen chronischen Krankheiten betroffen, wie der Mensch.

Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf Erkrankungen, Arthritis, Arthrose und Krebs plagen Mensch und Haustier gleichermaßen.

Das massive Auftreten dieser Zivilisationskrankheiten fällt Zeitgleich mit der industriellen Herstellung von Fertignahrung –und Futter.

Statt bäuerlicher Tierhaltung gibt es fast nur noch Massentierhaltung und globalisierte Food-Fabriken. Die Rohstoffe dafür werden aus allen Erdteilen hertransportiert und weiterverarbeitet.

Das geht natürlich nicht ohne massiven Einsatz von Konservierungsstoffen. Diese sollen das Verderben und das Ausbrechen von krank machenden Keimen verhindern. Das gelingt nicht immer. Wiederholt wurden Aflotoxine, verursacht durch den Schimmelpilz Aspergillus Flavus in Tiernahrung nachgewiesen.

Fressen Hunde damit belastetes Futter, endet das oft tödlich. Aflatoxine verursachen starke, blutige Durchfälle, Augen und Zahnfleisch verfärben sich gelb, der Hund stirbt schließlich an Leberversagen.

Aufgetreten sind diese Fälle vor allem bei Trockenfutter aus den USA. Dabei ist es egal, ob es sich um teures oder Billigfutter handelt. Die Rohstoffe dafür stammen meist aus den gleichen Quellen. Nur die Art der Zusatzstoffe und Zutaten ändert sich.

Industrie Nass-und Trockenfutter scheidet daher, bis auf wenige Ausnahmen, als geeignetes Aufzuchtfutter für Junghunde aus.

Als Alternative zur Fertignahrung kommen nur Barfen oder selbst zubereitetes Futter in Frage. In der Praxis ist das auch sehr einfach durchzuführen. Kein Hundehalter sollte sich diese gesunde Art der Tierfütterung durch irgendwelche Experten zerreden lassen.

Mit wenigen Zutaten, Futterergänzungen und Futterölen lassen sich schnell und einfach dem Bedarf genau angepasste Futterrationen erstellen.

Nähere Angaben dazu finden Sie in unserem Rezeptteil.

 

Mineral-und Vitalstoffe Wirksam einsetzen

Zu energiereiches Futter, zu viel oder zu wenig Kalzium, Phosphor, Vitamin D sind die Hauptverursacher von Gelenk-und Skeletterkrankungen beim jungen Hund.

Werden in den ersten Lebensmonaten Fütterungsfehler gemacht, sind diese später nicht mehr auszugleichen. Die tägliche Futterration sollte deshalb besonders sorgfältig auf die richtige Menge an Mineralien und Vitaminen überprüft werden.

In der Praxis stehen diese meist nicht im Einklang mit dem tatsächlichen Bedarf. Schnell kommt es so zu Störungen im Knochen-und Gelenkwachstum.

Besonders betroffen sind Welpen und Junghunde großer Rassen.

Bei diesen ist es sinnvoll, das Futter komplett selber zuzubereiten und die Mineralfuttermenge genau zu berechnen. Das Mischen von Fertigfutter und Flocken führt fast immer zu einem Missverhältnis von Energie und Kalzium. Außerdem hat der Hundehalter die Kontrolle über die Qualität der Bestandteile und die Frische des Futters.

Mit fertigen Futterergänzungen, wie z.B. BelVita Barf oder BelVita Arthro-Go! Lässt sich leicht ein ausgewogenes Futter bei beginnenden Skelett-und Gelenkerkrankungen herstellen.

Fleisch, Fisch, Milchprodukte im vergorenem Zustand, Obst und Gemüse eignen sich besonders für die Zubereitung frischer Hundemahlzeiten.

Schweinefleisch, Essensreste, Gewürze und scharfe Gerichte, Knoblauch, Zwiebeln, Rosinen und Zitrusfrüchte gehören nicht ins Hundemenü.

An Arthrose-und Arthritiskranke Hunde sollte auch kein Getreide verfüttert werden. Die biologischen Kampfstoffe im Getreide, eine Schutzmaßnahme der Pflanze gegen Insektenfrass, sind auch schädlich für Mensch und Tier. Eine Ausnahme kann man gelegentlich bei Bioreis machen, vor allem für diätetisches Futter bei Durchfall und Verdauungsstörungen.

Mehr über die richtige Ernährung von Junghunden bei Arthrose, Arthritis und Gelenkkrankheiten erfahren Sie im folgenden Rezeptteil.

 

 Text: Leo Fronberg

Bild: Hundenothilfe Pro Canis

 




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