19.09.2015

Ernährungsmedizin für Hundehalter

Therapie und Vorbeugung von fütterungsbedingten Krankheiten. Ernährungsbedingte Krankheiten bei Hunden nehmen ständig zu.   Mit der Bequemlichkeit der Hundehalter, die tägliche Fütterung auf das Öffnen einer Tüte oder Dose Fertigfutter zu beschränken, steigt die Zahl der Patienten.


Hunde lieben frisches Obst

Durchfall und Verdauungsbeschwerden lindert die Gemüsesuppe nach von Asnidhi


Die häufigsten Krankheiten der Hunde werden durch Ernährungsfaktoren beeinflusst.

Gelenkerkrankungen, Adipositas, Osteoporose,
Magen- Darmerkrankungen, verschiedene Organerkrankungen der Niere, Bauchspeicheldrüse, Haut- und Fellprobleme

können durch die Verbesserung der Fütterung einen günstigen Verlauf nehmen.

 

Die Erkenntnisse der Ernährungsmedizin können für die vorbeugende Fütterung oder auch die Therapie genutzt werden. Auswahl und Qualität des Futters hat entscheidende Bedeutung für die Heilung und Gesunderhaltung.

Wer Naturbelassen und Ursprünglich füttert, versorgt seinen Hund mit allen Nährstoffen, die er benötigt. Ausgewogene Ernährung ist die Grundvoraussetzung für ein beschwerdefreies Leben.

 

Zu viele Hunde werden zu fett, mit zuviel Getreide und zuviel minderwertigem, bindegewebs-haltigem Fleisch und Innereien gefüttert. Enthalten ist das vor allem in industriellem Fertigfutter, Nass- oder Trocken.

 

Wer seinen Hund mit frischen Lebensmitteln füttert und für eine ausgewogene Ernährung sorgt, hilft ihm, Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu erhalten. Manchmal kann der Hund durch einfaches Weglassen geheilt, oder die Beschwerden gebessert werden.

 


Billig- Industriefutter, gezuckertes oder gesalzenes gehören nicht in den Napf. Die als Kauspass bezeichneten Schweineohren, Hufteile, Ochsenziemer, sind schwer verdaulich, erzeugen Verdauungsprobleme und Flatulenzen.

 

Es sind bereits Fälle bekannt geworden, dass Hunde an Schweineohren erstickt sind.

Während der Ernährungstherapie ist es sinnvoll, auf alle Bestandteile tierischer Herkunft zu verzichten.


Mehr als 90% der Giftstoffe in Nahrungsmitteln sind in Fleisch und Innereien enthalten. Hormone, Mastbeschleuniger, Rückstände aus Kraftfutter und Medikamenten machen die Heilung der Hunde schwierig bis unmöglich.

 

Konzept der Ernährungstherapie

Bei fast allen Hunden, die an Allergien, Stoffwechselstörungen, Übergewicht, Organerkrankungen verschiedener Ursachen, Haut- und Fellerkrankungen und Störungen des Verdauungssystems leiden, lassen sich Unverträglichkeiten auf bestimmte Futtermittel finden.

 

Meist sind es nicht nur die Einzelkomponenten, sondern künstliche Zusatzstoffe, wie Lockstoff, Süßungsmittel, Geschmacksverbesserer und Konservierungsstoffe, die eine ungünstige Wirkung auf die Gesundheit der Hunde haben.

 

 

Ernährung bei Krankheit, Allergie und Futtermittel Unverträglichkeit

Fettleibigkeit, Adipositas

jeder zweite Hund, der wegen Beschwerden vorgestellt wird, ist leicht bis schwer Übergewichtig.Auf die Lebensqualität und Gesundheit hat das schwerwiegende Folgen.Die Ursache von Fettleibigkeit ist fast immer die zu hohe Aufnahme von Kalorien durch Fertigfutter. Es genügt nicht, einfach weniger zu füttern. Mit der Verminderung der Ration vermindert sich auch die Zufuhr von lebenswichtigen Nährstoffen, wie Mineralstoffe, Eiweiß und Vitamine.

 

Das Normalgewicht lässt sich beim Hund einfach erreichen, falls keine Stoffwechselerkrankung die Ursache ist.

 

Dabei hat der Hundehalter entscheidenden Anteil am Erfolg der Gewichtsreduktion. Manchmal ist es nicht einfach, der Bettelei von Hunden zu Widerstehen. Begleitende Beratung, Berechnung der Futterration und die einfache Beschaffung der Einzelkomponenten und Futterergänzungen sind nötig, um den Tierbesitzer zur Mitarbeit zu bewegen.

 

Grundlage der Rationsumstellung ist die Senkung des Fettanteils und die Anhebung der Rohfasermenge.Das richtige Rezept für alle Hunde ist nicht möglich.

Jeder Diät- Futterplan wird speziell für die jeweilige Therapie erstellt. Möglich ist die diätische Fütterung als Therapie-Ergänzung oder Allein.

 

Pflanzliche Lebensmittel liefern fast alles, was ein Hund zum Leben braucht.
Mit einem eiweißhaltigen Zusatzfutter lässt sich die Proteinversorgung und der Anteil der Mikro- und Makronährstoffe verbessern.

Einfach und sicher wird die vegetarische Hundefütterung mit Belvita Veggi-Dog.

Hochwertige pflanzliche Eiweißextrakte, Mineralien und Vitamine verhindern Mangelerscheinungen und versorgen den Hund mit allen lebenswichtigen Biostoffen.

Ohne zusätzliche Zufütterung fehlen dem Hund entscheidende essentielle Fettsäuren. Ein gutes Futteröl kann diesen Mangel leicht beheben.

www.topfutter.de

Zur Entgiftung am Anfang der Therapie oder zur kurmäßigen Anwendung hat sich ein OPC- und Huminsäurehaltiges Mittel bewährt: das Phyto-Humin

 

Besonders bei Magen- und Darmproblemen, Leber- und Nierenleiden und Hauterkrankungen lohnt sich die Zufütterung einfach über das Trinkwasser.

 

 

Geeignete Futtermittel für die Ernährungsmedizin

wenn möglich immer in Bio-Qualität und frisch

  • Karotten, Kartoffeln, Zucchini, Brokkoli, Blumenkohl, Kürbis, Kohlrabi, Pastinaken, Topinambur
  • Bananen, Äpfel, Birnen, Melone, Brombeeren, Heidelbeeren, Erdbeeren, Aprikosen, frische Kräuter
  • getrocknete Bohnen, Kokosflocken, Reis, Lupinenschrot, rote Linsen, gepuffter Amaranth, Haferflocken
  • Tofu, Sojamilch, Hafermilch, Alfalfa-Keimlinge, Reismilch, Vollkornnudeln, Salat

 

Futterergänzungen

 

wer seinen Hund mit Frischfutter und Fleischfrei füttert, braucht einige wenige Futterergänzungen. Ohne diese Zusätze sollten Hunde nicht über längere Zeit Fleischfrei gefüttert werden.

 

Die Therapie fängt deshalb stufenweise mit der Umstellung auf eine allergen- und schadstoffarme Ernährung an.

 

Ob vorher ein Fastentag oder eine Entgiftung sinnvoll ist, entscheidet der Therapeut nach der Untersuchung und Auswertung der Befunde.

 

Gemieden werden alle Fleischprodukte, Schlachtabfälle, Milch, Eier und sonstige Futterbestandteile, die vom Tier stammen.

Wegen der hohen Schadstoff -und Quecksilberbelastung sollte auch Fisch vom Futterplan gestrichen werden.

 

Dafür gibt es jetzt, je nach Grunderkrankungen und Beschwerden eine allergen arme Frischfutterernährung.

 


Die Dauer sollte sechs Wochen nicht unterschreiten.
Nach vier Wochen wird erstmals Untersucht, wie sich die Beschwerden bis dahin gebessert haben.

In vielen Fällen haben sich die Symptome deutlich gemindert. Ist dies nicht eindeutig der Fall, oder ist der Heilungsverlauf nicht Zufriedenstellend, muss geprüft werden, ob sich im jetzigen Futter noch Schadstoffe verstecken.

 

Zusätzliche Probleme entstehen durch stoffwechselbedingte Grunderkrankungen wie Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Futterintoleranzen.

 

Trotz der Einschränkungen in der Futtermittelvielfalt, lassen sich leicht abwechslungsreiche, schmackhafte und gesunde Futterrationen zubereiten. Nach einer kurzen Einarbeitungszeit dauert das nicht wesentlich länger als täglich 20 Minuten für die Zubereitung.

 


Moderne Futtermittelergänzungen, wie Phyto-Humin, Barf-Enzym oder Veggi-Dog machen die Rationsbereitung für Hunde einfach und sicher.

 

 

Fütterung bei akutem Durchfall

24 Stunden Nahrungskarenz. Keine Leckerli. Ausreichend frisches Trinkwasser reichen. Falls der Hund nicht trinken will, Fencheltee leicht mit Traubenzucker und einer Prise Salz mischen und mit einer Spritze seitlich ins Maul eingeben.

 

 

Rezept für eine Gemüsesuppe nach von Asnidhi.

Die Menge reicht für einen Tag bei einem mittelgroßen Hund. Für einen größeren Hund etwas mehr zubereiten.

 

600 g Möhren

200 g Kartoffeln

3 g Bitterfenchel

½ Lt. Brühe

eine Stunde leicht köcheln und pürieren. Die Kochzeit ist wichtig, damit die Wirkstoffe freigesetzt werden.

 

5 EL. Phyto-Humin in die kalte Suppe geben

Diese Gemüsesuppe erhält der Hund, bis sich der Durchfall bessert. Normalerweise sind das zwei Tage.

 

Im Anschluss erhält der Hund fleischlose Schonkost in kleinen Portionen.

Rezept:

½ Lt. Brühe

1 Tasse Reis oder Reisschleim

400 g Karotten

5 EL Phyto-Humin in die kalte Suppe geben

1 kleinen Apfel über die Suppe reiben

hat sich die Erkrankung nach drei Tagen nicht gebessert, muss der Hund in Behandlung.

 

 

Fütterung alter Hunde


Als unterstützende Therapie bei Problemen und Krankheiten im Alter stehen Diäten an erster Stelle. Sie können bei richtiger Anwendung dazu beitragen, die Lebensqualität und Lebensdauer alter Hunde zu verbessern.

 


Der verringerte Stoffwechsel kann durch geeignete Ernährung leicht ausgeglichen werden. Die speziellen Bedürfnisse alter Hunde werden durch die ausgewogene Rationszusammenstellung problemlos erfüllt.

 


Dabei muss nicht die teure Fertignahrung der Futterindustrie verfüttert werden.

Selbst gekochte Rationen bieten den Vorteil, die Energie- und Nährstoffzufuhr an die Erkrankung und Unpässlichkeit alter Hunde anzupassen.

 

Alternativ können verschiedene Fütterungsvarianten eingesetzt werden.


Alte Hunde bewegen sich weniger und schlafen länger. Daher benötigen sie auch weniger Energie.

Gleichzeitig lässt die Funktion der Entgiftungsorgane wie Leber und Niere nach.

 

 

Die bedarfsgerechte Ration enthält daher hochwertiges Protein, weniger Kalorien aus Zucker und Stärke. Ideal ist die vegane Ernährung für Seniorenhunde.

 

 

So lassen sich Giftstoffe, Schwermetalle und Medikamentenreste aus dem Futter ausschließen.

 


Pflanzeneiweiß lässt sich auch besser verwerten und belastet Leber und Niere nicht mit giftigen Abbauprodukten wie Ammoniak und Nitrat.


Schon nach kurzer Zeit fallen bei so ernährten Hunden die neue Lebensfreude, bessere Beweglichkeit und deutlich weniger Geruch auf.

Das Gewicht normalisiert sich, was die Gelenke zusätzlich entlastet.

 


Damit die Zufuhr von Mineralien, Vitaminen und Proteinen den Bedarf decken kann, ist bei reduzierter Futtermenge ein Futterzusatz für vegane Hundeernährung nötig.

Ein geeigneter Zusatz für Selberkocher und Frischfütterer ist z.B. Veggi-Dog der Firma BelVita.

 

Das Pulver wird einfach in die fertige Futterration eingerührt. Es enthält wertvolle pflanzliche Proteine und Mikronährstoffe in ausgewogener Zusammensetzung.

Zusätzlich kann noch mit Futteröl oder Phyto-Humin nach Bedarf ergänzt werden.


Wichtig: bei Krebserkrankung ist der Getreideanteil zu reduzieren oder ganz wegzulassen.



Rezeptbeispiel für Seniorhunde
von ca. 30 kg Gewicht
kostengünstig, vegan und vollwertig

 

 

3 Tassen Vollkornreis oder rote Linsen oder VK-Nudeln

300 g Möhren oder Blumenkohl, Kürbis, Kohlrabi, Sellerie, oder Chinakohl

½ Liter Brühe

½ Liter Hafer- oder Sojamilch

1/8 Ltr. Sojasahne


Reis in der Brühe weichkochen, geraffeltes Gemüse dazugeben, kurz mitkochen,

Hafermilch und Sojasahne dazugeben.

 


Wenn die Masse kalt ist, das Veggi-Dog und das Futteröl unterrühren.

 


In 2-3 Portionen täglich füttern

 

 

Text: Konrad von Asnidhi

Bildrechte: Tierambulanz-Nordbayern




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